Das Kunstmagazin und die App für Entdecker

appetizer

Reisetipps zu Kunst und Kultur

 

Appetizer Special

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Südtiroler Gasthäuser

 

Florian Patauner, ­Vorsitzender

der Gruppe Südtiroler Gasthaus,

im Interview mit Alice Henkes.

 

Appetizer Special

Florian Patauner,

Vorsitzender der Gruppe Südtiroler Gasthaus

 

Fotos: © Südtiroler Gasthaus/A. Marini

Aachen

 

40 Jahre Weltkulturerbe

Vor 40 Jahren ernannte die UNESCO den Aachener Dom als erstes Bauwerk in Deutschland zum Weltkulturerbe. Ende September feiert Aachen dieses Jubiläum mit einer Festwoche, die den Dom religiös, kulturell und musikalisch ­präsentiert. Höhepunkt der Veranstaltungen ist die Lichtinstallation „Der Dom leuchtet“. Feiern Sie mit und verbringen Sie ein kunstvolles Wochenende mit zwei Übernachtungen, der Teilnahme an je einer öffentlichen Dom- und Altstadtführung, freiem Eintritt in die Domschatzkammer sowie freiem Eintritt in ein Aachener Museum nach Wahl. Das Pauschalangebot „Aachen vielfältig“ kostet ab 125 € pro Person im Doppelzimmer.

 

www.aachen-tourismus.de

www.aachenerdom2018.de

Breisach am Rhein

 

Grenzenlos vielfältig

Die charmante Europastadt Breisach versteht sich als ­Bindeglied zwischen dem Schwarzwald und dem Elsass. Von hier aus kann man die Region dies- und jenseits des Rheins bequem mit dem Fahrrad, mit Bus oder Bahn, mit dem eigenen Auto, zu Fuß oder sogar mit dem Schiff erkunden. Jeweils eine halbe Stunde entfernt liegen ­Freiburg – Schwarzwaldmetropole und Universitätsstadt – sowie Colmar, das Zentrum des elsässischen Weinbaus. Weitere Tipps für den Sommer 2018: Kellereiführungen, Freilichttheater, Weinfeste, Weinbergtouren. Vielfältige Unterkünfte von der Ferienwohnung bis zum 3-Sterne-­Hotel. Weitere Infos: Breisach-Touristik, T +49 (0) 76 67 94 01 55.

 

www.breisach-urlaub.de

Feldkirch

 

„Von Hugo bis dato“

Feldkirch feiert 800 Jahre Stadtgeschichte und hat viel zu erzählen. Eine Ausstellung im geschichtsträchtigen Palais Liechtenstein spannt einen ­historischen Bogen von der Entstehung der Stadt bis hin zu gegenwärtigen Heraus­forderungen. „Humanismus“ bildet dabei einen der ­thematischen Schwerpunkte. Doch nicht nur wichtige ­historische Daten und Persönlichkeiten Feldkirchs werden in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch Menschen, die für die Geschichtsschreibung unscheinbar blieben. ­Eindrucksvolle Ein- und ­Ausblicke auf Feldkirch sind garantiert. Weitere Infor­mationen zur Ausstellung und mehr als 100 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr:

 

www.feldkirch800.at

Hamburg

 

Sommer in der ­Hafenstadt

Das Junge Hotel liegt im Herzen Hamburgs und bietet somit den idealen Ausgangspunkt für Ihren Aufenthalt in der Hansestadt. Neben einer Vielzahl an Museen und Galerien ist die Elbphilharmonie, liebevoll Elphi genannt, ein neuer Anziehungspunkt, der Kulturreisende sowohl architektonisch als auch akustisch begeistert. Auch die modernste Architektur in der Hafen­city ist ein Besuch wert. In dem 3-Sterne-Superior Hotel spielen Kunst und Kultur eine wichtige Rolle: Die Designzimmer sind jedes für sich individuell und ­künstlerisch gestaltet. In regelmäßigen Ausstellungen bietet das Haus auch ­jungen und noch unbekannten Künstlern die Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen.

 

www.jungeshotel.de

Kühlungsborn

 

Drei „tolle“ Tage

am Meer

Jedes Jahr im Juli steigen an der Ostsee drei tolle Tage, die junge und alte Narren vereint. Kühlungsborner ­Sommerspektakel vom 27. bis 29. Juli 2018. Jecken und Narren aufgepasst! In Kühlungsborn sind auch im Sommer die Narren los. Bereits zum 25. Mal veranstaltet der Faschingsklub ­Kühlungsborn e.V. ein buntes Fest mit großem Festumzug durch Kühlungsborn. So finden entlang der Promenade ein Kinderumzug, ein Samba-Umzug sowie eine stimmungsvolle Sommer-­Beach-Party statt. Begleitet wird das Spektakel von einer Reihe kultureller Veranstaltungen in Clubs und Vereinen.

 

www.kuehlungsborn.de

Marling

 

Wellness, Spa & Kunst

Im Giardino, inmitten der ­einzigartigen Südtiroler ­Landschaft, finden Sie Ruhe, Lebensfreude, Genuss und Inspiration. Das exklusive Ambiente und die Liebe zum Detail garantieren Wohl­befinden pur. Bei wunderbarer Aussicht auf das Meraner Land, genießen Sie die kulinarischen Köstlichkeiten. Die Wellness- und Beautywelt empfängt Sie in schlichter Eleganz und sinnlicher ­Atmosphäre. Erleben Sie außerdem ein „Museum“ der besonderen Art, indem Sie die Kunstwerke von M.Klammer, M.Denz und I.Hölzl in den verschiedenen Räumlichkeiten zum Inne­halten und Staunen verleiten.

 

www.giardino-marling.com

Meran

 

Designhotel in Südtirol

Das Boutique & Designhotel ImperialArt besticht durch ­seine traumhafte Lage, direkt im Herzen von Meran. Die 12 Designzimmer wurden von renommierten Südtiroler Künstlern gestaltet, jedes Zimmer ist somit ein Unikat und hüllt den Gast in eine ganz eigene Atmosphäre. Individualität wird auch bei der Gäste­betreuung groß­geschrieben: Die 3 Con­cierges Samantha, Stefanie und Marion erstellen ein Verwöhnprogramm ganz nach den individuellen Wünschen des Gastes. Die Gäste erhalten täglichen VIP-Eintritt in die Design Therme von Meran sowie Eintrittskarten für die zeitgenössische Kunstgalerie Kunst Meran. Im mondänen Stadtcafé Imperial, direkt am Hotel genießen die Gäste das besondere Frühstücksbuffet mit frischen, regionalen Produkten.

 

www.imperialart.it

Saanen

 

Chalet Architektur

Eines der schönsten Chaletdörfer des Berner Oberlandes ist Saanen. Zahlreiche alte Holzhäuser rechts und links der schmalen Straßen und Gässchen prägen das seit den 1950er-Jahren geschützte Ortsbild und versprühen einen unverwechselbaren Charme. Spazieren Sie mit Hilfe eines Audioguides durch das Dorf und lassen Sie sich von der pittoresk anmutenden Kulisse bezaubern. Der kostenlose Audioguide führt Sie zu 28 Stationen und informiert Sie über die Geschichte und Architektur des Chaletdorfes. An jeder Station ist eine ­Infotafel mit einem QR-Code angebracht. Die dafür benötigte App „GPS Tracks“ kann man im AppStore/Google Play kostenlos herunterladen.

 

www.gstaad.ch/gstaad/doerfer.html

Schweiz

 

Pop-up Hotels

Der Schwarze Turm des Castelgrande in Bellinzona, das alte Zollhäuschen in Bern oder ein verstecktes Bootshaus am Ufer des Vierwaldstättersees? Nur in diesem Sommer für einige Monate warten elf Schweizer Städte mit ungewöhnlichen Übernachtungs­orten auf, die es vorher noch nicht gab. In Baden, Basel, Bellinzona, Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen, Schaff­hausen, Solothurn, Vevey und Zürich steht jeweils immer nur ein Zimmer mit Doppelbett zur Verfügung. Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Nachterlebnis und lernen Sie die Städte aus neuer Perspektive kennen. Eine Übernachtung kostet ab 150 Schweizer Franken und ist online buchbar:

 

Myswitzerland.com/popup

Singen

 

KulturPur

Singen am Hohentwiel besticht mit einem heraus­ragenden Kunst- und ­Kulturangebot. Mit Kultur­einrichtungen wie Kunst­museum, Archäologisches Hegau-Museum, sozio­kulturelles Zentrum Gems, Privattheater oder Jugend­musikschule u. v. m. ist fast jeder Kulturbereich in der Stadt präsent. Singen ist lebendig, experimentell und lässt Raum für freie Entfaltung in allen Kunst- und Kultur­sparten. Zahlreiche Vereine tragen ebenfalls zum abwechslungsreichen Kultur­leben in der Stadt bei. Das weit über die Stadt­grenzen hinaus bekannte Hohentwielfestival mit einem unterhaltsamen Programm an Kleinkunst, Kabarett und Musik sowie mit 5 Konzerten aus dem Genre Pop und Rock ist seit knapp 50 Jahren ein Kulturhighlight in der ­ganzen Region.

 

www.singen-kulturpur.de

Vorpommern

 

Heimat der Romantik

Mit dem Rad von der Klosterruine Eldena bis zum Rungehaus Wolgast – die „Route der Norddeutschen Romantik“ verbindet Kunst und Literatur der Romantik mit dem heu­tigen Naturerlebnis an der Küste des Greifswalder ­Boddens. Entdecken Sie auf 54 Kilometern bedeutende Lebens- und Motivstationen der frühromantischen Maler Caspar David Friedrich, Friedrich August von Klinkowström, Philipp Otto Runge und des Dichters Karl Lappe. ­Teilen Sie die Faszination der ursprünglich, natürlich romantischen Landschaft des ­Nordens, die Friedrich und Co. in ihren Werken berühmt machte und tauchen Sie ein in die Heimat der Romantik an Originalschauplätzen. Mehr zur Romantik und ­buchbaren Touren unter:

 

romantik.vorpommern.de

Wien

 

Stairway to Klimt

Vor 100 Jahren starben Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser. Aus diesem Anlass feiert Wien 2018 die Künstler mit zahlreichen Ausstellungen. Nutzen Sie im Kunst­historischen Museum noch bis 2. September die besondere Gelegenheit, den Bilder­zyklus Klimts hoch über der Eingangshalle aus unmittel­barer Nähe zu betrachten. Auf einer eigens konstruierten Brücke können Sie die einzigartigen Gemälden, die in die Säulen- und Arkadenarchitektur des Stiegenhauses eingebettet und normalerweise nur aus 12 Metern Entfernung zu sehen sind, eingehend studieren. Die Austria Trend Hotels bieten u. a. eine Übernachtung mit Eintritt ins Kunst­historische Museum inklusive der Klimt-Brücke ab 65 € pro Person im Doppelzimmer.

 

www.khm.at

www.austria-trend.at

Wuppertal

 

Schwebebahn und mehr

Die Stadt mit der berühmten Schwebebahn und dem von Pina Bausch begründeten Tanztheater Wuppertal hat für Kunstliebhaber viel zu bieten. Mit einem attraktiven Hotelpaket von Wuppertal Touristik können Sie entspannt die Stadt entdecken, das Von der Heydt Museum besuchen und im Skulpturenpark „Waldfrieden“ von Tony Cragg die gelungene Verbindung von Skulpturen, Natur und Stadtpanorama genießen. „Wuppertal für Kunstlieb­haber“ enthält u. a. eine Übernachtung für zwei Personen im Doppelzimmer, den freien Eintritt in das Von der Heydt Museum und in den Skulpturenpark sowie ein Tagesticket im öffentlichen Nahverkehr (auch für die Schwebebahn nutzbar) zum Preis von 195 €.

 

www.wuppertal-marketing.de

Wo man sich willkommen fühlt!

 

Südtiroler Gasthäuser

 

Für Kulturreisende und Naturgenießer bietet Südtirol eine Vielzahl an ­Geheimtipps.

Florian Patauner (Restaurant Patauner, Terlan), ­Vorsitzender der Gruppe Südtiroler Gasthaus, stellt vor. Das Interview für ARTMAPP führte Alice Henkes.

 

ARTMAPP: Herr Patauner, was empfehlen Sie kulturell interessierten Besucherinnen und ­Besuchern, die Südtirol noch nicht kennen?

Florian Patauner: Südtirol ist die Brücke zwischen Nord und Süd, ein Schnittpunkt der Kulturen, hier treffen alpine auf mediterrane Einflüsse, diese Besonderheit hat unser kleines Land in vielen Gebieten wie der bildenden Kunst, der Musik, der Architektur, im täglichen Leben, aber auch in der Kulinarik sehr bereichert. So ist Südtirol beispielsweise die Provinz Italiens mit den meisten Michelin-Sternen pro Einwohner. Wer authentische Südtiroler Küche mit Pfiff interpretiert und mit Produkten von heimischen Produzenten, die gerade ­Saison haben, sucht, ist bei den Mitgliedern unserer Kooperationsgruppe genau richtig.

 

ARTMAPP: Ist Südtirol nicht auch für seine ­exzellenten Weine bekannt?

FP: Die Südtiroler Winzer haben in den letzten Jahren rigoros auf Qualität gesetzt, den Arbeitsaufwand in den Weinbergen um ein Vielfaches erhöht, die Erntemengen reduziert und sich stetig weitergebildet. Sie konnten so die Güte der Weine beträchtlich erhöhen. Auch die Produzentenlandschaft hat sich sehr verändert: Es gibt die größeren Kellereigenossenschaften, von denen einige zu den architektonisch interessantesten neueren Bauwerken Südtirols zählen, aber auch eine Vielzahl kleinerer Produzenten, die zum Großteil zur Vereinigung der freien Weinbauern Südtirols gehören. Durch die große Anzahl an Produzenten gibt es auch immer wieder solche, die neue Wege gehen und sich so gegenseitig befruchten, sodass die positive Entwicklung noch lange nicht am Ende scheint.

 

ARTMAPP: Im Zusammenhang mit Südtirol ­werden immer wieder bekannte Künstlernamen und „Schnitzer“ genannt?

FP: Es gibt in Südtirol einige über die Grenzen hinweg bekannte Künstler, aber auch eine lebendige Kunstszene mit vielen jungen Protagonisten, die mit überraschenden Arbeiten aufwarten können. Das Museion in Bozen, das Museum für zeitgenössische Kunst, feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen und bietet Kunstschaffenden immer wieder eine Plattform – so wie die vielen Kunstgalerien vor allem in den Städten und größeren Orten. Auch in der Musikszene ent­stehen immer wieder spannende Projekte, wenn Musiker traditionelle Volksmusik mit anderen Stilen verbinden. Die Architekturszene stellt sich immer mehr der Herausforderung, die Bauten in die Landschaft zu integrieren. In den letzten Jahren sind beispielsweise einige sehr interessante Schutzhütten im Hochgebirge entstanden. Und geschnitzt wird natürlich auch noch, vor allem im Grödner Tal auf Teufel komm raus.

 

ARTMAPP: Wie verbindet sich Kunst und ­Kulinarik in Ihrer Region?

FP: In Südtirol gibt es viele Gasthäuser mit jahrhundertealter Tradition. In ihnen finden sich glücklicherweise noch oft gut erhaltene getäfelte Stuben von unschätzbarem Wert, die ­zudem meist mit Wandmalereien ergänzt sind. Einer der ­bekanntesten „Gasthausmaler“ war der Bozner Albert Stolz, der vor allem verschiedene Berufsstände und Marktszenen verewigt hat. In unseren Mitgliedsbetrieben haben wir ­beispielsweise in den letzten Jahren im Rahmen unserer Spezialitätenwochen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund Ausstellungen und Autorenlesungen organisiert und so Kulinarik und Kunst miteinander verbunden.

 

ARTMAPP: Lieber Herr Patauner – vielen Dank für das Gespräch!

 

 

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7/2018

 

 

 

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