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Luxembourg Art Week-Spezial

Bad Homburg bis Weil am Rhein

Das Magazin und die App für Kunst und Reisen

8. bis 13. November 2022

Achte Ausgabe der „Luxembourg Art Week“

Die Luxemburger Kunstmesse hat sich als bedeutende Adresse etabliert und zeigt drei Tage lang Kunst von europäischen Kunstgalerien. Erstmals wird auch der Luxemburgische Kunstpreis verliehen.

 

Als der Luxemburger Galerist Alex Redding im Jahr 2015 die Luxemburg Art Week gründete, ging es ihm vor allem um die Vernetzung der luxemburgischen Kunstszene. Die ersten Ausgaben fanden in familiärer Atmosphäre in einer Allzweckhalle im beschaulichen Ortsteil Limpertsberg statt. Die Künstlervereinigung „Cercle artistique du Luxembourg“ hielt hier ihren Salon ab, luxemburgische Galerien stellten aus und ein paar aus den Nachbarländern waren auch dabei. Immerhin 7000 Menschen flanierten an den Messeständen vorbei.

 

Mit der Beschaulichkeit ist es längst vorbei und die Luxemburg Art Week eine der besten Adressen im europäischen Kunstmessekalender und ein Besuchermagnet für das kunstaffine Publikum der Großregion um Luxemburg. Auch wenn die Art Week mit bis zu 30.000 Besuchern zu den kleineren Messen gehört, ist es ihr in wenigen Jahren gelungen, sich zu etablieren. Auch die laue Coronazeit hat man überstanden und erfand sich immer wieder neu. Inzwischen residiert man in einem schicken Zelt auf dem Glacis, dem großen Platz der Stadt und hat sich längst auch auf Kunstsammlerinnen und -sammler außerhalb Luxemburgs eingestellt.

 

An diesem Freitag startet nun die achte Ausgabe mit mehr als 80 Galerien und Institutionen, die ein Auswahlkomitee um Redding ausgesucht hat. Untergliedert ist die Messe in drei Sektionen. Die „Main Section“ ist mit 49 Galerien aus ganz Europa besetzt, die renommierte Künstlerinnen und Künstler zeigen. Der Bereich „Take Off“ ist 25 Galerien vorbehalten, die junge, aufstrebende Kunstschaffende präsentieren und so manches Schnäppchen bieten. In der Sektion „Solo“ zeigen sechs Galerien Einzelpräsentationen und ermöglicht es, einzelne Künstlerinnen und Künstler besonders hervorzuheben.

 

Auch aus Deutschland sind Galerien vertreten, etwa die renommierte Frankfurter Galerie Rothamel, die mit Nguyen Xuan Huy und Dana Meyer zwei besondere Kunstschaffende in den Blickpunkt rückt. Die Wiesbadener DavisKlemmGallery zeigt unter anderem Julian Opie, die Frankfurter Galerie Heike Strelow herausragende Arbeiten von Ulf Puder. Außerdem ist Anja Knoess mit ihrer Kölner Galerie vor Ort und zeigt dort fünf ihrer Künstler, darunter Peer Boehm mit seinen wunderbaren Arbeiten auf Papier und Leinwand.

 

In der Solo-Sektion sind in diesem Jahr keine Deutschen vertreten, sehenswert ist der Bereich trotzdem. Hier zeigt die Galerie „Zwart Huis“ aus Brüssel den belgischen Maler Jan de Vliegher mit seinen üppigen Gemälden und die Luxemburger „Fellner Contemporary“ präsentiert mit Moritz Ney einen der bedeutendsten Maler des Landes. Dazu passt wunderbar die expressive Malerei von Mathieu Boisadan von der Galerie „vis á vis“ aus Metz.

 

Aber auch bedeutende internationale Galerien sind auf der Messe vertreten, etwa die Pariser Galerie Lelong mit Dependance in New York. Sie zeigt große Namen wie Pierre Alechinsky, David Hockney, Rebecca Horn, Arnulf Rainer und Sean Scully. Oder die Galerie Ceysson & Bénétière, die neben New York und Paris auch in Luxemburg eine Filiale unterhält. Sie zeigt Frank Stella, Yves Zurstrassen und Bernar Venet neben vielen weiteren bekannten Namen.

 

Zur Messe gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm auf dem Messegelände, aber auch abseits der heiligen Halle. Im Umfeld der Messe wird Kunst zu sehen sein, es werden Konferenzen, Künstlergespräche und Vorträge organisiert und im MUDAM findet ein Symposium zu Michel Majerus statt. Außerdem wird erstmals der neugeschaffene Luxemburgische Kunstpreis verliehen. Der Preis wird zukünftig alle zwei Jahren verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

 

Bülent Gündüz

 

www.luxembourgartweek.lu

Bad Homburg

 

Residenzschloss

Aus einer mittelalterlichen Burg entstand das großzügige Barockschloss. Sein Weißer Turm, ehemaliger Bergfried, wurde zum Wahrzeichen der Kurstadt Bad Homburg v. d. Höhe. Besuchende wandeln im Schloss und Schlosspark auf den Spuren gekrönter Häupter: Die neue Dauerausstellung „244ff. Von Friedrich bis Ferdinand“ gibt Einblicke in die Landgrafen-Ära und präsentiert u.a. die berühmte mechanische Beinprothese Landgraf Friedrich II, des Kleist’schen Prinzen von Homburg. Ab 1866 wurde das Schloss Lieblingssommersitz preußischer ­Könige und deutscher Kaiser. Die Appartements im Königsflügel sind das letzte, ­authentisch erhaltene Beispiel kaiserlicher Wohnkultur in Deutschland.

 

www.schloesser-hessen.de

Berlin

 

Hosptial am Waldsee

Umgeben von 250.000 Bäumen liegt das Haus am ­Waldsee, eingebettet in die Seenplatte zwischen Krumme Lanke und Schlachtensee. Allein die Geschichte von ­Berlins ältestem Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst mit Skulpturenpark ist überaus spannend. Bis 8. Januar 2023 ist Leila Hekmat mit „Female Remedy“ zu Gast und gestaltete ein ­surrealistisches Porträt eines Krankenhauses für Frauen; Kranksein als Tor zur Selbst­findung. Die Ausstellung führt durch Säle mit Vorhängen, bedruckt mit digitalen Collagen, vorbei an Betten, welche die eigenwilligen Charaktere des Hauses beherbergen. Eine lustvoll-kritische Betrachtung gesellschaftlicher Erwartungen und Konventionen!

 

hausamwaldsee.de

Düsseldorf

 

Le Bureau

Auf der Suche nach neuen ­Räumen fanden eine Kommu­nikationsberaterin und ein Grafikdesigner ein innen­architektonisches Kleinod im Düsseldorfer Norden, in das sie sich schockverliebten. Im Büro einer ehemaligen ­Spedition scheint die Zeit ­stehengeblieben zu sein. ­Beide riefen einen un­ge­wöhn­lichen Ausstellungsort ins Leben, in dem die Einrichtung aus den 70er und 80er Jahren mit zeitgenössischer Kunst verschmilzt. In ‚Le Bureau‘ waren bislang Arbeiten von Elisa Alberti, Carsten Fock, Theresa Eipeldauer, Erika Hock … zu sehen. 2022 – in einer ortsspezifischen Installation „Made in …“ zeigte der Künstler Alwin Lay Arbeiten während der düsseldorf photo+ und Nadja Bournonville war im Rahmen der DC Open mit „A worm crossed the street“ zu Gast. Während der Ausstellungen ist Le Bureau donnerstags, 14 bis 18 Uhr, geöffnet.

 

lebureau111.de

Gasteinertal

 

Ein Kunstchalet
in den Alpen

Im Gasteinertal wurde einst nach Gold geschürft. Im Museumsdorf Alt-Böckstein kann man dieser Zeit nach­spüren. Im ‚alpenhaus barbara 1750‘ gelingt das und noch viel mehr. Versprochen. Auf 1.200 Hö­henmetern bietet das wunderbare Refugium einer Kunstsammlerin auf 400 qm Erholung und ein komfortables Zuhause auf Zeit: mit Kamin, Zirbenstube, Kachelofen, ­Sauna, Holzküche, WLan und Flatscreens. Für kreativen Input, Freunde, Familien oder Team-Incentives ist es zu jeder Jahreszeit geeignet. Highlight ist das große Artloft mit Couchlandschaften und exklusiver Küche. Zur idyllischen Böckfeldalm führt ein direkter Wanderweg vom Haus; der Skibus fährt fast vor der Tür ins Ski-Amadé und der neue alte kunstsinnige Alpenhotspot Bad Gastein ist nah.

 

alpenhausbarbara1750.com

Hannover

 

Zeitgenössische Kunst
im Café

Die BesucherInnen der Kestner Gesellschaft profitieren neuerdings vom Café Tender Buttons im 1. Stock des international renommierten Kunstvereins. Mit den transparenten Scheiben der Fassade eröffnet sich im Café ein Panoramablick auf Hannover. Die Location lädt zu Kaffee und Kuchen, Lunch oder zum Relaxen in gemütlichen Sesseln ein. Die Innenwand des Cafés beeindruckt mit monumentaler zeitgenössischer Kunst. Bis zum 25. Mai 2023 ist das Mural Bañistas, eine 14 Meter lange Wandarbeit des Künstlers Diango Hernández hier zu sehen. Bis zum 29. Januar 2023 locken vier weitere spannende Ausstellungen von drei Ausnahme-Künstlerinnen: Paula Rego, Lucila Pacheco Dehne und Marinella Senatore.

 

kestnergesellschaft.de

Kapstadt

 

Auf Fotoreise

Kontrastreich, lebendig, geschichtsträchtig, kulturreich – Kapstadt weiß mit ­positiven Eigenschaften zu überzeugen und ist eine der beliebtesten Städte der Welt. Auch in Sachen Kunst ist die pulsierende Metropole ­Spitzenreiter und hat eine ­Fülle an Galerien, Museen und Lifestyle-­Aktivitäten zu bieten. Bluesige Jazz-Cafés, Restaurants mit traditioneller Küche und preisgekrönten südafrikanischen Weinen warten darauf entdeckt zu werden. Freuen Sie sich auf inspirierende ­Fotoreisen mit renommierten Fotografen durch die Kunst- und Kulturszene der Kap­region. Die nächste findet vom 7.–17. Dezember 2022 statt. Weitere Südafrika-Touren abseits des Mainstreams werden monatlich angeboten.

 

ayanna-guided-tours.com

Köln

 

Kammermusik
im Kunstverein

Köln ist Kunstmetropole und Heimat internationaler MusikerInnen. Die freie Kölner Kammermusikszene erspielte sich weltweit höchstes Ansehen. Die Kammerkonzerte des Kunstvereins geben Spitzen­ensembles ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen Architektur hervorragende Akustik. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und epochenübergreifender Kammermusik setzt ein Signal für die Einheit von Kunst, ihre Vielfältigkeit und Aktualität. Am 10. Dezember 2022 sind das Fukio ­Saxophon-Quartett & Inna Firsowa zu Gast.

 

koelnischerkunstverein.de

Liechtenstein

 

Ein Land. Ein Weg.

An einem verlängerten Wochenende ein ganzes Land durchwandern? In Liechtenstein kann man das machen und dabei in Ruhe die herr­liche Natur, wunderbare Ausblicke und Sehenswürdigkeiten des Fürstentums entdecken. Auf 75 Kilometern verbindet der Liechtenstein-Weg alle elf Gemeinden des Landes. Von Süden nach Norden führt er entlang beschaulicher Weinberge, durch Naturschutz­gebiete, zu alten Dorfkernen, vorbei an idyllischen Hofläden und geschichtsträchtigen ­Stätten. Ein Gepäcktransport sorgt dafür, dass die Wanderer Liechtensteins Schönheit unbeschwert genießen ­können. Auf ins fürstliche Wanderabenteuer!

 

tourismus.li/liechtensteinweg

Linz

 

Raumvisionen

Zur top-aktuellen Diskussion um virtuelle Räume und das sogenannte Metaverse, empfehlen wir einen Besuch im Francisco Carolinum Linz. In „Meta.space. Raumvisionen“ (bis 8. Januar 2023) blickt ein kuratierter Dialog mit Werken der Sammlungen der OÖ ­Landes-Kultur GmbH vom ­Mittelalter bis in die digitale Gegenwart. Eine Auseinandersetzung mit verschiedensten Weltentwürfen, die nicht nur nach künstlerischer und ­sozialer Verwicklung fragt, sondern auch kritisch ­Dystopisches wie Utopisches aktueller Metaspace-­Konzepte beleuchtet.

 

ooekultur.at

Schaffhauserland

 

Winterzauber

Das Städtchen Stein am Rhein ist bekannt für seine Altstadt und die bemalten mittelalter­lichen Häuser. So bunt, wie sich die prächtigen Fassaden präsentieren, ist auch die Palette an möglichen Wintererlebnissen im gesamten Schaffhauserland. Schneewanderungen, Langlaufen und Schlitteln sind geboten. Adventsführungen durch geschmückte Stadtkerne und viele Märkte laden Gäste herzlich ein, sich winter­verzaubern zu lassen.

 

schaffhauserland.ch

Schweiz

 

Grand Train Tour

Einsteigen und nachhaltig genießen! Ob Sie in Zermatt, St. Moritz, im Tessin oder Lavaux, am Rheinfall oder Vierwaldstättersee abfahren – eine Schweiz-Reise mit der Bahn ist immer ein Erlebnis. ­Dieser Überzeugung folgt die „Grand Train Tour of Switzerland“. Sie verbindet alle ­Panoramastrecken zu einer atemberaubenden Route. Die 1.280 Kilometer lange Bahnfahrt führt ganzjährig von den schönsten Schweizer Städten zu alpinen Dörfern, durch UNESCO-Welterbestätten und an weltbekannten Sehens­würdigkeiten vorbei. Zu den Höhepunkten zählen die Klassiker „Bernina Express“ und „Glacier Express“. Im Winter sind sie besonders eindrücklich: oben der tiefblaue Himmel, unten die sanft weiße Schneelandschaft und in der Mitte der leuchtend rote Zug.

 

MySwitzerland.com/GrandTrainTour

Weil am Rhein

 

Colour Rush
im Schaudepot

Die Sammlung des Vitra Design Museums ist in einem Schaudepot zu sehen. Für die aktuelle Sammlungspräsen­tation »Colour Rush!« wurde das Vitra Schaudepot sozusagen in Farbe getaucht – eine Hommage an die Bedeutung von Farbe im Design über alle ­Epochen und Stile hinweg. Die niederländische ­Designerin Sabine Marcelis gestaltete mit einfacher wie beein­druckender Geste um: Sie arrangierte die rund 400 gezeigten Sammlungs­objekte nach Farbe und erreicht ein monumentales ­Farberlebnis. Ergänzt wird die Installation um historische und zeitgenössische Objekte und Dokumente aus dem ­Museumsarchiv, die zeigen, wie sich DesignerInnen mit dem Thema Farbe auseinandergesetzt haben. Noch bis 14. Mai 2023.

 

design-museum.de

 

 

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