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Interessante und sehr persönliche Betrachtungen

zum Kunstgeschehen von Amrei Heyne

 

Schön, dass Sie da sind!

Entspannen Sie sich ein wenig. Von Homeoffice, Hausaufgaben, Staubwischen, Onlineshopping, Trennungsabsichten, Familienaufstellung, Altglascontainer, Podcasts, Papierbergen, Finanzplänen, Umzugsideen, Jobsuche, Bingewatching, Hobbygärtnern, Gruppenchats, Trostpflastern, Yogamatte …

 

Was will wer uns eigentlich sagen!? Alles auf Anfang? STOP! Übersprungshandlungen und Panikattacken! CBD oder Johanniskraut?

 

Die Kunst braucht Sie!

 

War da nicht auch Erleichterung im guten Bedauern #wirbleibenzuhause, die, die, die oder auch die Vernissage / Kunstmesse 2020 auf ewig zu versäumen? Kein Jahrmarkt − keine Eitelkeiten − keine Bussis.

 

Den liebevoll-dilettantischen PR-Erstversuchen großer Museen via Instagram in Kunstvermittlung zuzusehen, war ein großer Spaß und das digitale Publikum in Sekundenbruchteilen (Quote!) bei Langeweile unerbittlich, weil verschwunden. In Liveschalten besprachen plötzlich freundliche junge Menschen Weltwerke und reifere Kunstbetriebsangestellte blutjunge Werke in Modeboutiquen.

 

Eine Sternstunde: Hans-Ulrich Obrist und Klaus Biesenbach im IGTV-Dialog! Das hatte was von Statler und Waldorf! Intelligenter Kunstplausch − charming Pingpong und als hochphilosophischer Tipp: „do it“, die heißeste freshe Ausstellung für alle; 1993 von Hans-Ulrich Obrist, Christian Boltanski, Bertrand Lavier entwickelt, läuft weiter: https://artsandculture.google.com/project/do-it

 

Das Nicht-reisen-Können ermöglicht uns virtuelle Besuche im Guggenheim, Prado, Louvre, in Eremitage, Tate Modern …; New York, Bilbao, Venedig, Abu Dhabi, Madrid, St. Petersburg, London − #weareinthistogether! Das ZDF gründete gar eine digitale Kunsthalle.

 

Festzustellen bleibt: Nichts ersetzt die direkte Rezeption von Kunstwerken, der analoge Prozess ist unersetzbar!

 

Als eines der ersten Häuser in Deutschland eröffneten die Kunstsammlungen Chemnitz wieder (Happy 100!) Zuerst verlor ich mich in: „Paris 1930. Fotografie der Avantgarde“ − kuratiert von Philipp Freytag: Man Ray, Brassaï, André Kertész, Germaine Krull, Else Thalemann, Berenice Abbott … Les Rencontres d’Arles: 2020 in Sachsen!

 

Ebenda lernte ich endlich Clara Mosch kennen. Von 1977 bis 1982 tobte d i e subversiv-intellektuelle alternative Kunstszene der DDR in Karl-Marx-Stadt. Und die Stasi fotografierte mit. Ralf-Rainer Wasse dokumentierte, was seine Künstlergruppe um Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner, Gregor-Torsten Schade in ihren Aktionen, oft in freier Natur, so Herrliches trieb.

 

„Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives“ bis 29. November 2020 im Haus der Kunst in München ist wunderbar! Was ist Malerei, Skulptur, Architektur? Eine aktive Ausstellung eines ewig jungen Meisters! Verneigung! Theaster Gates „Black Chapel“ bis 16. August 2020 ebenda ist ein Muss und der digitale Audiorundgang wirkliche Ergänzung. #HDKfromHome

 

Überhaupt, sind es nicht immer noch die guten „alten“ Künstler*innen der 1960er- bis 1980er-Jahre, die prägen und die man wiederzuentdecken sich bitte trauen möge! Wie modern, unbeirrt, klar und wild die Arbeiten bis heute sind! Wie cool die Kuratoren und Galeristen jener Zeit!

 

Apropos: Heiner Friedrichs DASMAXIMUM in Traunreut ist eine wahre Weltkunstoase! John Chamberlain, Andy Warhol, Walter De Maria, Georg Baselitz, Dan Flavin, Imi Knoebel, Uwe Lausen, Blinky Palermo und Maria Zerres. Diese Sammlung ist einmalig und kaum in Worte zu fassen. Perfekt inszeniert und nur bei Tageslicht geöffnet, wird hier der Kunst Raum gegeben. Ein Besuch der jeden Umweg lohnt!

 

Wer hat Angst vor … ? In „Du lebst nur keinmal. Uwe Lausen und Heide Stolz“ in der Staatsgalerie in Stuttgart (bis 18. Oktober 2020) sind 58 (!) Leihgaben aus Traunreut zu sehen − diese Schau wird sicher ein Erfolg in Lausens „hood“ und ab 15. November im Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Ein explosives Künstlerpaar fasziniert in Malerei und Fotografie.

 

Marcel Hiller und Christof Lötscher sind junge Künstler, die mit Marco Zeppenfeld eine sehr besondere Ausstellung bei Gisela Capitain in Köln kuratierten. Bis Ende August sind aufregende neue Konstellationen nahezu aller Galeriekünstler seit 1986 (ein Werk pro Jahr) wie Elfie Semotan, Reinhard Mucha, Johannes Wohnseifer, Seth Price, Mike Kelley, Martin Kippenberger … in „room enough for former teasers“ zu feiern. Bravo!

 

Bleiben wir optimistisch! Leben wir! Anders! Bewusster! Fangen wir sofort damit an! Systemwechsel jetzt. Utopien welcome!

Die Kunst braucht uns − wir brauchen die Kunst! Und Küsse!

Ich muss Tomaten gießen!

 

Alles Liebe!

 

Machen Sie doch, was Sie wollen!

amrei_on_tour@artmapp.net

 

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8/2020

 

 

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